
Päbstliche Küsse

Papst Begrüßung mit Handkuß
Breslau - Voller Ehrfurcht beugte die Frau des polnischen Präsidenten, Jolanta Kwasniewski, ihr mit einem schwarzen Hutschleier bedecktes Gesicht herunter, küßte Papst Johannes Paul II. bei der Ankunft in Breslau die Hand. Ehemann Aleksander hielt seinen Schirm über die beiden. Bei strömendem Regen hatte gestern der elftägige Papst-Besuch in seiner Heimat begonnen. (Berliner Kurier vom 1.6.1997)

Pabst küsst den Koran
Küssen der Erde
Kommt der Papst zum ersten Besuch eines Staates küsst er dort die Erde.

Als Papst Johannes Paul auf seiner ersten Auslandsreise, die ihn nach Lateinamerika führte, auf der Insel Haiti gelandet war und den Boden geküsst hatte, richtete er sich auf und schwärmte von den ersten Glaubensboten, die nach der Entdeckung des Kontinents hierher gekommen seien. Er sprach von der "Zeit des Heils für diesen Kontinent zu Gottes Ruhm und Ehre" und pries die Kirche als die "erste Instanz, die sich für die Gerechtigkeit einsetzte". vergl. Sailer, Hetzel: Kommt die Bibel auf den Index. Würzburg 2000. S. 65 ff.

Athen, 4.5.2001 (KAP) Papst Johannes Paul II. hat bei seiner Ankunft in Griechenland entgegen anders lautender Meldungen doch ein Gefäß mit griechischer Erde geküsst. Wie in Athen aus der Umgebung des Papstes verlautete, reichte eine Ordensschwester dem Papst auf dem Flughafengelände ein Gefäß, in dem sich neben Olivenzweigen auch griechische Erde befand. Zuvor hatten zwei in griechischer Landestracht gekleidete Kinder Johannes Paul II. lediglich einen Blumenstrauß überreicht. Üblicherweise reichen zwei Kinder des Gastlandes dem Papst am Flughafen ein Gefäß mit Erde, das er als Zeichen der Ehrfurcht küsst. Dieser Ritus fand nun bei der Begrüßung in Athen in veränderter Form statt, weil es auf griechischer Seite Bedenken gegen die Geste gab.

Bei seiner Ankunft küsste der heilige Vater palästinensische Erde. Eine symbolträchtige Geste, die von vielen als Anerkennung der Staatlichkeitsansprüche der Palästinenser interpretiert wurde. (22. März 2000)
„Alle Fürsten haben die Füße allein des Papstes zu küssen”
In seinem „Dictatus Papae” formulierte Gregor VII.) den Anspruch auf die Universalherrschaft des Papstes vor jeder kirchlichen und weltlichen Macht. „1. Einzig und allein von Gott ist die römische Kirche gegründet. 2. Nur der römische Papst trägt zu Recht den Titel des universalen Papstes. 3. Er ganz allein kann Bischöfe absetzen und auch wieder einsetzen. 4. Sein Legat, auch wenn er einen geringeren Grad bekleidet, führt auf jedem Konzil den Vorsitz vor den Bischöfen; er kann diese absetzen. 5. Auch Abwesende kann der Papst absetzen. 6. Von anderer Gemeinschaft ganz abgesehen, darf man mit Exkommunizierten sich nicht einmal in demselben Hause aufhalten. 7. Nur er darf, wenn es die zeitliche Notwendigkeit verlangt, neue Gesetze erlassen, neue Gemeinden gründen, aus einer Kanonie eine Abtei machen und umgekehrt, ein reiches Bistum teilen und arme zu einem einzigen zusammenlegen. 8. Nur er verfügt über die kaiserlichen Insignien.
9. Alle Fürsten haben die Füße einzig und allein des Papstes zu küssen.
10. Nur sein Name darf in der Kirche genannt werden. 11. In der ganzen Welt gilt nur dieser Papsttitel. 12. Der Papst kann Kaiser absetzen... 16. Keine Synode darf ohne seine Weisung eine allgemeine genannt werden. 17. Gegen seine Autorität kann kein Kapitel und kein Buch als kanonisch gelten. 18. Sein Entscheid kann von niemandem aufgehoben werden, er selbst kann Urteile aller anderen Instanzen aufheben. 19. Über ihn besitzt niemand richterliche Gewalt... 22. Die römische Kirche hat nie geirrt und wird nach dem Zeugnis der heiligen Schrift auch in Ewigkeit nicht irren... 26. Wer nicht mit der römischen Kirche übereinstimmt, kann nicht als katholisch gelten. 27. Er kann Untertanen vom Treueid gegen unbillige (Herrscher) entbinden.” http://www.wissen.de
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