
Silvesterbrauch in den Alpen
In den Alpenländern bestand zu Silvester der Brauch, dass sich ein junger Mann als Silvester oder „altes Jahr" verkleidete und während der abendlichen Lustbarkeiten am Ofen saß, allerdings jedesmal aufsprang und ein Mädchen küssen durfte, wenn es in seine Nähe kam. Kurz vor 24 Uhr verteilte der Hausherr an alle Gäste grüne Zweige. Mit Glockenschlag 24 Uhr vertrieben dann alle den Silvester aus dem Haus. Genannt wurde dieses symbolhafte Spiel „Silvesterschlagen". Natürlich gab es am 31. Dezember wieder Orakelbräuche, vor allem Hochzeitsorakel (Schuhewerfen, Apfelschalenorakel ...). In der Schweiz tritt die Schnabelgeiß auf, eine teuflische und dunkle Schreckgestalt, die von einem guten hellen Dämon oder Engel durch den Ort geführt wird. Auch im neuen Jahr soll so das Böse durch das Gute im Griff bleiben.
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