Mitte des 18. Jahrhunderts, wurde eine Elektrisiermaschine von dem Naturforscher Georg Matthias Bose entwickelt, die in "besseren" Kreisen zur Belustigung der Gäste eingesetzt wurde: der Elektrische Kuß. Eine hübsche, auf einem Isolierschemel stehende Empfangsdame, die über einen versteckten Draht mit einer Elektrisiermaschine verbunden war, begrüßte ankommende Gäste mit einem Funkenkuß. Dadurch erhielten diese einen Schlag und wichen überrascht zurück

Elektrischer Kuss
In einem Gedicht an die Gräfin Brühl schildert Bose diesen Vorgang eindrucksvoll.

"Ein solch bezauberndes, anbetungswürdiges Kind
Wird elektrifiziert, so schnell als wie der Wind
[...]
Ein aussereintzigmahl versucht ich es, und nahm
Der Venus einen Kuß, doch Himmel wie bekam
Mir solcher Frevel-Muth.
Es schien, ein schmetternd Stechen
Verdrehte fast den Mund.
Die Zähne wollten brechen
[...]
So rast ein Zitterschmertz ihm nauf in das Gehirne.
Die Zähne beben fast.
Es schmettert in der Stirne."

 

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